Strafbefehl


Ein Strafbefehl ist eine Entscheidung des Gerichts im Rahmen eines Strafverfahrens, die ohne mündliche Verhandlung ergeht. Das Gericht schöpft seine Erkenntnis dabei aus dem Inhalt der Strafakte, der durch die Polizei und die Staatsanwaltschaft zusammen getragen wurde.


Oft hat der Beschuldigte bis dahin keine Kenntnis vom Inhalt der Ermittlungsakte und seine Version des Sachverhaltes hat bei der Entscheidung des Gerichts keine Rolle gespielt.


Wenn gegen Sie ein Strafbefehl ergangen ist, den Sie nicht akzeptieren möchten, ist es wichtig, innerhalb der Frist von 2 Wochen ab Zustellung des Strafbefehls Einspruch bei dem Gericht einzulegen, das den Strafbefehl erlassen hat. Der Einspruch muss keine Begründung enthalten.


Nach fristgemäßem Einspruch wird das Gericht einen Termin zur Hauptverhandlung anberaumen und den Vorwurf verhandeln.


Um nicht unvorbereitet in den Gerichtstermin zu kommen, ist es sinnvoll, sich durch einen Rechtsanwalt Kenntnis vom Inhalt der Strafakte zu verschaffen. Der Beschuldigte selber hat kein Recht auf Einsicht in die Akte. Dieses Recht steht nur dem Verteidiger zu.


Nach Auswertung des Akteninhalts sollte entschieden werden, ob vor dem Gerichtstermin weitere Ermittlungen anzustellen sind, ob Zeugen benannt werden sollen, die vom Gericht zu hören sind oder andere Beweise vorliegen, die für das Gerichtsverfahren von Bedeutung sind.


Auch Fehler in der Ermittlungsarbeit der Polizei sollten herausgearbeitet werden und gegebenenfalls in das gerichtliche Verfahren eingebracht werden.


Haben Sie entsprechenden Beratungsbedarf, wünschen Sie eine Verteidigung in einem Strafverfahren oder möchten Sie gegen einen Strafbefehl vorgehen, sprechen Sie uns an. Wir erarbeiten mit Ihnen gerne eine Verteidigungsstrategie, in der Ihre Interessen Berücksichtigung finden.

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